Psychedelische Erfahrungen könnten mit geringerer Todesangst verbunden sein, doch die Evidenz bleibt begrenzt und heterogen
Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse deutet darauf hin, dass psychedelische Erfahrungen mit geringerer Todesangst verbunden sein können. Der statistisch signifikante Gesamteffekt betrug Cohen’s d = 0,70 mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 0,42 bis 0,97. Stärkere Zusammenhänge zeigten sich in klinisch kontrollierten Studien als in Untersuchungen mit Personen aus der Allgemeinbevölkerung. Besonders mystische Erfahrungen waren mit einer stärkeren Verringerung der Todesangst verbunden, während die verwendete Substanz keinen signifikanten moderierenden Einfluss hatte. Als wiederkehrende Motive wurden Ich-Auflösung, emotionale Verarbeitung und eine stärkere Gegenwartsorientierung beschrieben. Die Ergebnisse belegen jedoch keine kausale Wirkung. Die Evidenz ist begrenzt und heterogen, die statistische Heterogenität hoch, und mögliche Publikationsverzerrungen sowie unterschiedliche Messmethoden schränken die Aussagekraft ein. Weitere robuste kontrollierte Studien sollen Wirkmechanismen und Effektstärke klären.
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Published Aug 27, 2026 · Added Aug 27, 2026