Mega-Analyse zeigt, wie psychedelische Substanzen Gehirnnetzwerke, Konnektivität und subjektive Effekte über verschiedene Studien hinweg verändern
Psychedelische Substanzen verändern großräumige Gehirnnetzwerke, die funktionelle Konnektivität und die Verarbeitung von Selbstbezug, Wahrnehmung und Emotion. Eine zusammenfassende Auswertung vieler Studien bündelt Befunde dazu, wie diese Wirkstoffe akute Bewusstseinsveränderungen mit messbaren Veränderungen im Gehirn verbinden. Im Zentrum stehen wiederkehrende Effekte auf Netzwerke wie das Default Mode Network, auf die Kommunikation zwischen sonst stärker getrennten Hirnregionen und auf Muster, die mit Ich-Auflösung, gesteigerter Flexibilität und veränderter Sinnesintegration zusammenhängen. Die Befunde stammen aus verschiedenen bildgebenden Verfahren und unterschiedlichen Substanzen, was Gemeinsamkeiten, aber auch substanzspezifische Unterschiede sichtbar macht. Die Relevanz liegt in der Verbindung von Neurobiologie und möglichem therapeutischem Nutzen. Veränderungen der Netzwerkdynamik könnten erklären, warum Psychedelika bei Depression, Angst oder Traumafolgen untersucht werden, zugleich aber warum Set, Setting, Dosis und individuelle Vulnerabilität für Wirkung und Risiko entscheidend bleiben.
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Published Jun 25, 2026 · Added Jun 25, 2026