Drei randomisierte Psilocybin-Studien bei Zwangsstörungen zeigen Fortschritte, lösen aber das Verblindungsproblem nicht
Drei randomisierte Studien mit mindestens 82 Personen untersuchen Psilocybin bei Zwangsstörungen. In der Yale-Studie führte eine Einzeldosis gegenüber Niacin nach 48 Stunden zu einer deutlich stärkeren Symptomreduktion, während eine Johns-Hopkins-Studie gegenüber einer Warteliste ebenfalls große Unterschiede fand. Die Arizona-Studie mit Lorazepam als aktivem Placebo zeigte dagegen auf der geplanten wöchentlichen Messung keinen signifikanten Gruppenunterschied. Die zentrale Einschränkung bleibt die Verblindung: Keine randomisierte Studie belegt, dass Teilnehmende nicht wussten, was sie erhalten hatten. Eine nicht randomisierte Imperial-Studie, die die Vermutungen der Teilnehmenden erhob, zeigte, dass fast alle die höhere Dosis erkannten. Zusätzlich sind zwei zentrale Ergebnisse bisher nur als Preprint oder Registereintrag verfügbar, und die Stichproben der kontrollierten Vergleiche bleiben klein. Die Evidenz für eine schnelle Wirkung ist daher ermutigend, kann den Beitrag von Erwartungseffekten jedoch noch nicht zuverlässig ausschließen.
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Published Oct 16, 2026 · Added Oct 17, 2026