Psychedelika und Langlebigkeit: Eine neue Forschungsperspektive auf Healthspan und gesundes Altern
Eine narrative Übersichtsarbeit untersucht, ob Psychedelika langfristig zur Gesundheitsspanne und zum funktionellen Altern beitragen könnten. Im Mittelpunkt stehen nicht nur mögliche biologische Wirkungen von Psilocybin, LSD, MDMA und Ayahuasca, sondern auch psychische Gesundheit, Stressregulation, soziale Verbundenheit und gesundheitsbezogenes Verhalten. Als mögliche Schnittstellen werden Neuroplastizität, Immun- und Entzündungssignale sowie Veränderungen der Stressphysiologie diskutiert. Die Arbeit belegt jedoch weder eine Verlängerung der menschlichen Lebensspanne noch eine Verlangsamung des biologischen oder kognitiven Alterns. Beobachtungsdaten können durch Auswahl-, Erwartungs- und andere methodische Effekte verzerrt sein. Gefordert werden Langzeitstudien, die biologische Alterungsmarker mit körperlichen, kognitiven und psychosozialen Ergebnissen verbinden. Für ältere oder medizinisch belastete Menschen ist besondere Vorsicht nötig, da klassische Psychedelika vorübergehend Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen können und Ibogain mit schweren Herzrhythmusrisiken verbunden ist.
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Published Sep 7, 2026 · Added Sep 7, 2026