Psychedelikforschung soll sich neu ausrichten - Autoren kritisieren den Begriff der psychedelischen Renaissance und fordern mehr historische, kulturelle und ethische Einordnung
Psychedelikforschung steht im Zentrum einer Kritik am Begriff der psychedelischen Renaissance. Die Autoren fordern eine Abkehr von dieser Erzaehlung, weil sie historische Kontinuitaeten ausblendet, fruehere Forschungsphasen vereinfacht und die Rolle indigener, kultureller und sozialer Kontexte unterschaetzt. Gefordert wird eine breitere wissenschaftliche Ausrichtung, die Machtverhaeltnisse, Kolonialgeschichte, Wissensquellen und ethische Verantwortung staerker einbezieht. Statt den gegenwaertigen Aufschwung als ploetzliche Wiedergeburt darzustellen, soll Forschung ihre eigene Vorgeschichte, ihre Auslassungen und ihre gesellschaftlichen Folgen reflektieren. Damit verbindet sich ein Plaedoyer fuer eine kritischere und inklusivere Psychedelikforschung, die nicht nur klinische Wirksamkeit betrachtet, sondern auch Sprache, Deutungsrahmen und die Bedingungen ernst nimmt, unter denen Wissen ueber psychedelische Substanzen entsteht.
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Published Aug 4, 2026 · Added Aug 4, 2026