Meskalin und Psychologie: Hans Friedrichs' Dissertation rekonstruiert psychologische Analysen des Meskalinrauschs
Meskalinrausch und Psychologie werden über Hans Friedrichs' (unveröffentlichte) Dissertation sichtbar gemacht, die Torsten Passie über Hinweise aus den Arbeiten von Hans Bender rekonstruiert. Friedrichs nahm an Versuchsreihen im Kontext der Meskalinerfahrungen teil, bei denen Bender sowohl als Betreuer als auch als Versuchsperson involviert war. Der Text verortet Meskalin im kulturhistorischen Rahmen: Peyote wird auf dem amerikanischen Kontinent seit Jahrtausenden rituell genutzt, während die kultische Bedeutung in Deutschland zur Zeit der Dissertation kaum bekannt war. Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf der frühen deutschen Meskalinforschung, etwa den Arbeiten von Louis Lewin, Arthur Heffter sowie späteren Selbstversuchen zur Wahrnehmungsveränderung. Als psychologisches Kernmotiv erscheint die Möglichkeit, durch meskalinbedingte transitorische psychotische Zustände psychische Symptomatologie besser nachzuvollziehen, weil Psychiater ihre eigenen Psychosen sonst nicht direkt erleben können. Der Beitrag ordnet außerdem die Verfügbarkeit reiner Substanz ab der Vollsynthese des Meskalins durch Ernst Späth ein.
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Published Apr 10, 2026 · Added Apr 10, 2026