Psychedelika bei funktionellen Störungen: Review-Stand zu Therapieoptionen, Evidenzlage und häufigsten Substanzen (LSD, Psilocybin)
Psychedelika werden als mögliche Therapieoptionen für funktionelle Störungen diskutiert, bei denen Symptome nicht durch organische Erkrankungen erklärbar sind und für die es bislang nur begrenzte wirksame Behandlungen gibt. Eine neue Scoping-Review wertet 62 Berichte aus 55 Studien aus, darunter Fallstudien zum naturalistischen Gebrauch, abgeschlossene klinische Studien und registrierte laufende Untersuchungen. Der Schwerpunkt lag bei abgeschlossenen Studien häufig auf Daten vor 1976, mit LSD als am häufigsten eingesetztem Psychedelikum; bei laufenden oder geplanten Studien werden überwiegend Psilocybin-Programme mit Vergleichs- oder Kontrollgruppen berichtet. Als häufigste untersuchte Kategorie gelten funktionelle neurologische Symptome, wobei in 60,7 % der Fälle eine Verbesserung festgestellt wurde. Unerwünschte Ereignisse umfassen vorübergehende akute psychische und körperliche Effekte, teils auch eine kurzfristige Verschlechterung funktioneller Symptome; die Evidenz bleibt insgesamt durch überwiegend beobachtende Studiendesigns, heterogene Methoden und fehlende Langzeitdaten begrenzt. Zukünftige Forschung soll standardisierte Behandlungsprotokolle, mechanistische Analysen und umfassende Sicherheits- und Ergebnisbewertungen stärker integrieren.
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Published Mar 24, 2026 · Added Mar 24, 2026