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Kontroverse um die Liberalisierung des Nutzhanfanbaus: Landwirtschaft fordert Erleichterungen, BfR warnt vor Risiken

Lucys Magazin News · Oct 22, 2026
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TL;DR

Bei einer Anhörung des Bundestagsausschusses zur geplanten Liberalisierung des Nutzhanfanbaus trafen wirtschaftliche Befürwortung und wissenschaftliche Sicherheitsbedenken aufeinander. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Missbrauchsklausel im Konsumcannabisgesetz zu streichen, Indoor-Anbau zu erlauben und den THC-Grenzwert für Nutzhanf von 0,3 auf 1 Prozent anzuheben. Vertreter des Nutzhanfanbaus und des Deutschen Bauernverbandes erwarten dadurch bessere wirtschaftliche Bedingungen, da THC-Gehalte trotz zertifizierten Saatguts durch Genetik, Standort, Witterung und Stress schwanken können. BfR-Sachverständige warnten dagegen vor Risiken für Verbraucher und Tiere. Bei Milchkühen könne bereits Nutzhanf mit 0,3 Prozent THC den toxikologischen Referenzwert deutlich überschreiten, zudem könnten Cannabinoide in Milch gelangen. Für Lebensmittel aus Blättern und Blüten fehlten ausreichende Höchstgehaltsregelungen. Die Sachverständigen forderten deshalb zunächst umfassende Regeln für Lebens- und Futtermittel. Eine Gesetzesänderung wurde in der Anhörung noch nicht beschlossen.

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Published Oct 22, 2026 · Added Oct 22, 2026