Zauberbotanik aus Indien: Ethnologische Betrachtungen zu tantristischen Praktiken und gefährlichen Rauschkräutern
Tantristische Sekten Indiens werden als Traditionen beschrieben, in denen Religion nicht primär im Lesen frommer Bücher oder im Befolgen altehrwürdiger Bräuche bestand, sondern in der fortwährenden Suche nach Mitteln für besondere seelische Zustände. Zu diesen Mitteln gehörten ekstatische Liebesbräuche, Musik, die Wirkung von Farben und heiligen Bildern, Atemübungen, Naturstimmungen sowie Rauschkräuter. Als besonders eindrückliches Beispiel wird der Stechapfel genannt. Der Auszug betont dessen ambivalente Rolle als zugleich schöner und äußerst gefährlicher Bestandteil solcher Praktiken: Für unerfahrene Menschen könne sein Gebrauch leicht zu Irrsinn, geistigem Verfall oder tödlicher Vergiftung führen. Der Text verbindet damit ethnologische Betrachtung und eine deutliche Warnung vor den Risiken psychoaktiver Pflanzen.
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Published Oct 8, 2026 · Added Oct 11, 2026