Studie zeigt: Starke Serotonintransporter-Hemmung kann psychedelische Reaktionen bestimmter Tryptamine abschwächen
Eine im Juni 2026 in ACS Chemical Neuroscience veröffentlichte präklinische Studie untersucht, warum bestimmte Tryptamine trotz Aktivierung des 5-HT2A-Rezeptors eine abgeschwächte psychedelische Verhaltensreaktion auslösen. Im Fokus stand 4-MeO-MiPT, das neben serotonergen Rezeptoren auch den Serotonintransporter SERT hemmt. In Zelltests hemmten 4-MeO-MiPT, 4-MeO-DiPT und 4-MeO-McPT SERT stärker als ihre 4-Hydroxy-Analoga. Bei Mäusen war die maximale Head-Twitch-Response von 4-MeO-MiPT deutlich geringer als die von 4-HO-MiPT, obwohl beide ähnlich potent waren. Fluoxetin reduzierte die Reaktion der 4-Hydroxy-Verbindungen auf ein vergleichbares Niveau. Die Ergebnisse sprechen für eine mögliche Begrenzung 5-HT2A-vermittelter Effekte durch starke SERT-Hemmung. Allerdings können weitere Rezeptoren wie 5-HT1A beteiligt sein, und aus dem Mausmodell lassen sich keine direkten Aussagen über subjektive Wirkungen beim Menschen ableiten. Therapeutische Anwendungen bleiben daher offen.
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Published Sep 10, 2026 · Added Sep 10, 2026