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Psychedelika und die Entstehung moralischer Abstraktion: Eine spekulative evolutionsphilosophische Hypothese

Psychedelia Stiftung News · Sep 8, 2026 · Markus Berger
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TL;DR

Der Beitrag untersucht die spekulative Hypothese, dass psychedelische Erfahrungen zur Entstehung der menschlichen Vorstellung objektiver moralischer Wahrheiten beigetragen haben könnten. Ausgehend von Emanuel Jas’ 2026 veröffentlichtem Aufsatz verbindet die Argumentation Evolutionsanthropologie, Neurowissenschaften und Moralphilosophie. Besonders Psilocybin dient als Beispiel für Erfahrungen, die durch Intensität, Selbsttranszendenz und das Empfinden einer vom eigenen Ich unabhängigen Wirklichkeit einen Übergang von konkreten, sozial eingebetteten Normen zu abstrakten und universellen moralischen Prinzipien ermöglicht haben könnten. Die These soll nicht den moralischen Realismus beweisen, sondern erklären, wie das Konzept objektiver Moral entstehen konnte. Ein evolutionärer Kausalzusammenhang ist jedoch nicht empirisch belegt; auch Sprache, Feuer und Kochen könnten zur kognitiven Entwicklung beigetragen haben. Die tatsächliche Rolle psychedelischer Erfahrungen bleibt daher offen.

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Published Sep 8, 2026 · Added Sep 8, 2026