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Literaturübersicht findet keine belastbaren Belege für einen verbreiteten Suizideinsatz des Fliegenpilzes

Psychedelia Stiftung News · Sep 2, 2026 · Markus Berger
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TL;DR

Eine Literaturübersicht von Kevin Feeney und Tristan Kallweit untersucht die wiederholte Behauptung, der Fliegenpilz Amanita muscaria werde häufig als Suizidmittel eingesetzt. Die Auswertung englisch- und deutschsprachiger wissenschaftlicher, mykologischer und ethnografischer Quellen findet keine ausreichenden Belege für einen historischen oder gegenwärtigen verbreiteten Einsatz und auch keine Grundlage für die Annahme, der Pilz sei zuverlässig tödlich. Dokumentiert sind einzelne Suizidversuche, darunter ein Fall aus Deutschland von 1955, die jedoch keinen allgemeinen Trend belegen. Die Autoren kritisieren zudem fehlerhafte oder ungeprüfte Zitationen, durch die unbelegte Todesfälle wissenschaftlich etabliert worden sein könnten. Unter dem Begriff „Amanitaphobia“ beschreiben sie eine mögliche Überzeichnung der Gefährlichkeit und plädieren für eine evidenzbasierte Risikobewertung.

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Published Sep 2, 2026 · Added Sep 2, 2026