LSD verwischt die Grenze zwischen Wahrnehmung und Denken, indem es interne Gedanken stärker wie echte Sinneseindrücke im Gehirn erscheinen lässt
LSD verwischt die Grenze zwischen Wahrnehmung und Denken, weil interne mentale Inhalte unter Psychedelika stärker Merkmale echter Sinnesverarbeitung annehmen koennen. Im Zentrum steht die Frage, wie das Gehirn unter LSD Vorhersagen, Wahrnehmung und selbst erzeugte Gedanken weniger klar voneinander trennt. Relevant ist dabei ein neurokognitiver Mechanismus, bei dem top-down erzeugte Erwartungen und innere Bilder mehr sensorisches Gewicht erhalten. Dadurch koennen Gedanken lebendiger, eindringlicher und wahrnehmungsnah erscheinen, was ein moeglicher Schluessel zum Verstaendnis von Halluzinationen, Ich-Aufloesung und veraenderten Bewusstseinszustaenden ist. Die Forschung verbindet diese Effekte mit breiteren Modellen des Gehirns als Vorhersagemaschine. LSD wird so zu einem Fenster in die Frage, wie Bewusstsein entsteht und wie fragile die alltaegliche Trennung zwischen innerer Kognition und aeusserer Realitaet tatsaechlich ist.
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Published Jul 14, 2026 · Added Jul 14, 2026