Psilocybin und DMT aus Tabak: Nicotiana benthamiana als Bioreaktor für psychedelische Tryptamine durch rekonstruierte Biosynthesewege
Pflanzenbasierte Produktion psychedelischer Tryptamine rückt näher: Nicotiana benthamiana soll als Bioreaktor Gene aus mehreren „Königreichen“ tragen und daraus psychedelisch wirksame Moleküle herstellen. Das Prinzip ist synthetische Biologie in Pflanzen: Forschende bauen Biosynthesewege nach, indem sie passende Enzyme codierende Gene in den Tabak einschleusen. So kann die Pflanze Stoffwechselrouten nutzen, die sie natürlicherweise nicht produziert. Der Beitrag ordnet das als Weiterentwicklung bestehender Ansätze ein, bei denen auch andere Organismen gezielt pharmazeutisch relevante Naturstoffe herstellen. Genannt wird außerdem die gleichzeitige Rekonstruktion mehrerer Biosynthesewege in einer einzigen Pflanze, was eine präzise Feinabstimmung der Schritte erfordert. Als mögliche Perspektive werden therapeutische Anwendungen diskutiert, unter anderem das Potenzial von Psychedelika bei Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Zugleich werden regulatorische und ethische Fragen sowie die Herausforderung angesprochen, solche Systeme stabil und wirtschaftlich zu betreiben. Referenziert wird ein Science-Advances Paper zur kompletten Biosynthese psychedelischer Tryptamine in Pflanzen.
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Published Apr 7, 2026 · Added Apr 7, 2026