HPPD erklärt: Wenn der Trip nicht aufhört (Symptome, Dauer & Risiko)
HPPD (Hallucinogen Persisting Perception Disorder) bezeichnet eine seltene, andauernde Wahrnehmungsstörung nach dem Konsum von Halluzinogenen. Betroffene erleben visuelle Veränderungen wie Schlieren, Lichteffekte oder das Sehen von Objekten in Bewegung, die als stressig empfunden werden und das alltägliche, soziale oder berufliche Leben einschränken. Die Störung ist nicht mit Flashbacks oder einer Psychose gleichzusetzen, da Betroffene die Irrealität der Wahrnehmung erkennen. Die Auslöser für HPPD sind vielfältig und umfassen neben psychedelischen Substanzen auch Cannabis, Kokain, Stimulanzien, MDMA und bestimmte Antidepressiva. Die pharmakologische Ursache liegt nach aktuellem Verständnis in einer Störung des Thalamus, die zu einer Überreizung des visuellen Cortex führt. In einem kontrollierten Setting tritt HPPD laut Studien extrem selten auf, während das Risiko bei unkontrolliertem Konsum steigt. Die Symptome verschwinden bei vielen Betroffenen in der Regel innerhalb eines Jahres von allein.
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Published Dec 20, 2020 · Added Mar 31, 2026