LSD, DMT und Pilze im Gehirn (Teil 2)
Psychedelische Substanzen induzieren im Gehirn ein Entropie-Modell, bei dem die strengen Vorhersageprozesse des Default Mode Network (DMN) vorübergehend gelockert werden. Dieser Zustand wird mit dem primordialen oder kindlichen Bewusstsein in Verbindung gebracht, das frei von erlernten Filtern und starrer Ich-Struktur ist. Der Dammbruch dieser Vorhersagen erlaubt den direkten Fluss sensorischer Reize und fördert die globale Kommunikation zwischen ansonsten isolierten Gehirnregionen. Dies führt zu Phänomen wie Synästhesie sowie der Auflösung fester kognitiver Strukturen, was eine veränderte, oft intensivere Wahrnehmung der Welt ermöglicht. Das DMN, das normalerweise unsere Ego-Perspektive und unser Zeitgefühl festigt, wird bei diesem Prozess in seiner regulierenden Funktion gehemmt.
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Published Feb 16, 2020 · Added Mar 31, 2026