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Cannabis gehört nicht zu unserer Kultur! - Bullshit aufgedeckt - Wie es zum Hanfverbot kam

OPEN MIND · Feb 14, 2017 · OPEN MIND
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TL;DR

Das Argument, Cannabis gehöre nicht zur eigenen Kultur und sei deshalb verboten, entpuppt sich als historisch haltlose Schutzbehauptung. Die Kriminalisierung von Cannabis in den USA wurde maßgeblich durch den Rassismus eines Harry Anslinger vorangetrieben, um Minderheiten zu stigmatisieren. Später bekannte die Regierung Nixon offen, dass Drogenverbote politisch instrumentalisiert wurden, um Hippies und schwarze Bürger gezielt zu verfolgen, zu diffamieren und einzusperren. Trotz gleicher Konsumraten unterliegen ethnische Minderheiten in den USA bis heute einer höheren Wahrscheinlichkeit für strafrechtliche Verurteilungen im Zusammenhang mit Cannabis. Auch in Deutschland ist der Verweis auf einen fehlenden kulturellen Bezug zu Hanf faktisch falsch, da Hanf jahrtausendelang als Nutzpflanze, Rohstoff und in der Volksmedizin integriert war. Das spätere restriktive Verbot, das unter anderem den Interessen großer Pharmakonzerne wie Bayer diente, hat die öffentliche Wahrnehmung der Pflanze als Teil der deutschen Identität über Jahrzehnte systematisch verzerrt. Die heutige Verbreitung des Konsums widerspricht dabei der offiziellen Rhetorik der Legalitätsgegner, die den kulturellen Status quo unverändert als Argument gegen die Legalisierung fortführen.

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Published Feb 14, 2017 · Added Mar 31, 2026